Wie schädlich ist Streusalz für die Umwelt?

Streusalzschäden für die Umwelt - und somit für uns

Der Winter bricht herein und das bedeutet Rutschgefahr. Um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen, benutzen viele Grundstücksbesitzer Streugut, dass als Aufgabe hat, die Fahrt/ den Weg sicherer zu machen. Leider wird trotz Verbot an vielen Standorten das umweltschädliche Streusalz benutzt. 

Trotz der regnerischen letzten Woche sieht der Baum an der Hauptstraße trocken und schwach aus, woran liegt das?

Gestreutes Salz bringt diverse Auswirkungen mit sich. Neben den langfristigen Schäden, die das in dem Tausalz enthaltene Natrium und Chlor im Boden und den Pflanzen verursacht, werden auch Tiere geschadet, die sich ihre Pfoten an dem Salz entzünden. 


Baumsterben durch Streusalz

Wer Streusalz benutzt, sollte sich den Folgen bewusst sein. Der Einsatz von Auftausalzen schädigt nachhaltig umliegende Grünflächen und die darauf beheimateten Pflanzen. Die Salzaufnahme geschieht über die Wurzeln und Blätter durch das Spritz- und Abwasser der gestreuten Straßen. Pflanzen nehmen dabei das überschüssige Natrium sowohl oberirdisch über die Blätter als auch unterirdisch über die Wurzeln auf, weil sie es nicht herausfiltern können. Dies hat eine Verschiebung des Nährstoffangebots und letztendlich die Störung des Photosynthese-Stoffwechsels der Pflanzen als Folge. Die salzhaltige Umgebung der Pflanzen führt dazu, dass die Pflanzen vermehrt Wasser in die Umgebung abgeben, da die Pflanzen den Salzgehalt der Umgebung und ihrer Zellen im Gleichgewicht halten wollen. Weitere Auswirkungen sind die Chlorose oder auch Bleichsucht, die bei nicht Behandlung zu einer Nekrose oder auch Blätter-Absterben führen kann. Dabei ist die Ursache ein durch das Salz hervorgerufener Nährstoffmangel. Wachstumsrückgang, Wurzelschädigungen und Baumsterben sind die Folge, denn die Aufnahme von versalzenem Bodenwasser durch die Wurzeln führt zur Schädigung und zum Absterben der inneren Zellen, da dessen Wasser- und Nährstofftransport beeinträchtigt wird.

Angrenzende Gewässer nehmen auch unfreiwillig das natrium- und chlorhaltige Tausalz auf. So gelangt es ins Grundwasser und greift dort auch an das Süßwasser gewöhnte Organismen an. Letztendlich landet das Streusalzwasser über das Grundwasser bei den Wasserwerken, wo es jedoch auch nicht vollständig aus dem Grundwasser gefiltert werden kann, bevor es ins Trinkwassernetz eingespeist wird. 

Eine Bodenverdichtung infolge der mittels Streusalz verdrängten Nährstoffe ist für die geschädigten Bäume lebensbedrohlich, da zu wenig Bodenluft ein verarmtes Nährstoffangebot hervorruft und so lebensnotwendige Pilze und Kleinstlebewesen absterben. Zudem sind Bäume daraufhin anfälliger für Infektionen. 

Das nicht tierfreundliche Streusalz verursacht zudem bei Tieren und insbesondere Stadthunden Risse an den Hundepfoten. Dadurch können insbesondere in der Ballenhornhaut Entzündungen und wunde Stellen zwischen den Zehen entstehen, die sehr schmerzhaft für die Tiere sind.


Im Endeffekt lässt sich sagen, dass Streusalz viele, meist lang anhaltende Folgen mit sich bringt und die schnelle Wirkung leider zahlreiche Nachteile hat.

Warum im Winter dennoch Salz gestreut wird, hat nur einen einzigen Grund: Man kann Streusalz billig kaufen, aber umweltfreundliche Alternativen haben leider ihren Preis.


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Ob Sie sich in der Planung zum differenzierten Winterdienst befinden und eine Alternative zu Streusalz suchen oder direkt unser Formiat kaufen wollen - wir beraten Sie gerne individuell. Unser Streumittelvergleich hilft Ihnen zusätzlich bevor Sie einfach irgendein Auftausalz bestellen, denn jede Stadt und Kommune hat andere Regelungen zum Streumitteleinsatz.
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