Streudienst-Fahrzeug beim winterlichen Räum- und Streueinsatz auf einer verschneiten Waldstraße

Anwendungsbereich Poller, Schranken & Tore

Auftaumittel für bewegliche Technik

Bei einer Mauer bedeutet Korrosion einen optischen oder strukturellen Schaden. Bei einem versenkbaren Poller, einer Schranke oder einem Torantrieb bedeutet sie etwas anderes: Die Mechanik klemmt oder fällt komplett aus.

Das Problem

Warum Korrosion bei Mechanik teurer wird als bei Beton

Streusalz zieht Feuchtigkeit an. Gelangt es auf eine Metalloberfläche und verbindet sich dort mit Feuchtigkeit, entsteht eine salzhaltige Lösung, die elektrochemische Korrosionsprozesse in Gang setzt und deutlich beschleunigt – an Eisen ebenso wie an Aluminium.

Bei einer statischen Fläche bleibt der Schaden zunächst kosmetisch oder strukturell. Bei beweglichen Bauteilen wie Kolbenstangen, Führungsschienen, Lagern oder elektrischen Kontakten in Positionssensoren führt dieselbe Korrosion zu erhöhter Reibung, Verklemmen oder Ausfall der Sensorik – aus einem Materialschaden wird ein Funktionsausfall. Bei einem versenkbaren Poller oder einer Schranke ist das nicht nur ein Wartungsproblem, sondern im Zweifel ein Sicherheitsproblem.

Dass Streusalz bei dieser Art von Technik als ernstzunehmende Bedrohung gilt, zeigt sich indirekt auch im Markt selbst: Hersteller hochwertiger Hydraulikpoller werben gezielt mit korrosionsbeständigem V4A-Edelstahl und beschreiben Streusalz dabei explizit als „stark zersetzend“ – ein Hinweis darauf, dass Standardausführungen ohne diesen Schutz angegriffen werden.

Quellen: salz.b2b.de.com – Streusalz und Fahrzeugkorrosion, sicherheitssperre.de – Hydraulikpoller

Die Lösung

VIAFORM: enteisen, ohne Streusalz an die Mechanik zu bringen

VIAFORM basiert auf Natrium- bzw. Kaliumformiat – den Salzen der Ameisensäure – statt auf Natrium-, Calcium- oder Magnesiumchlorid. Schacht, Führung oder Hydraulik eines Pollers, einer Schranke oder eines Torantriebs kommen so nicht mit Streusalz von der eigenen Fläche in Kontakt. Die Nordic-Swan-Kriterien für Enteisungsmittel begrenzen zudem den Gesamtchlorgehalt auf max. 100 mg/kg.

Die Materialverträglichkeit ist laut Hersteller nach SAE AMS 1435B und 1431C getestet, u. a. für Edelstahl, C-Stahl, Aluminium, Kupfer, lackierte Oberflächen und viele Polymere. Ausnahmen: verzinkter Stahl – hier direkten Kontakt vermeiden – sowie Fluor-Karbon-Kautschuk, der nicht kompatibel ist.

Chloridfrei – ohne Natriumchlorid (klassisches Streusalz)

Auf Korrosionsverhalten und Enteisungsleistung geprüft

Leicht biologisch abbaubar gemäß den Anforderungen für Nordic-Swan-Enteisungsmittel

Nordic Swan Ecolabel – anerkannte hervorragende Umweltleistung

Nordic Swan Ecolabel für Enteisungsmittel, Lizenz 5063 0001 (VIAFORM Granular und VIAFORM Liquid). Die Kriterien umfassen u. a. leichte biologische Abbaubarkeit, Ökotoxizität, Sauerstoffbedarf, Schadstoffgrenzen sowie Korrosions- und Wirksamkeitsprüfungen. Listing VIAFORM GranularListing VIAFORM LiquidKriterien für Enteisungsmittel

Präventiv & im Pollerschacht

VIAFORM Liquid

Flüssiges Enteisungsmittel auf Kaliumformiat-Basis – vorbeugend für Schachtöffnungen, Führungsschienen und Sensorbereiche.

Bei bestehender Vereisung

VIAFORM Granular

Auftaugranulat auf Natriumformiat-Basis für die Umgebungsfläche von Pollern, Schranken und Toranlagen, die bereits vereist sind.

Mehr zur Chemie von Natrium- und Kaliumformiat erklärt unser Artikel „Was ist Formiat?“, technische Details liefern die Datenblätter.

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