Die Daten und Analysen sind schon lange vorhanden. Streusalz als Streugut killt die Umwelt, zerstört Gebäude und Brücken, löst Wunden an Tierpfoten aus und wenn es letztlich in das Grundwasser gerät, findet das Streumittel seinen Weg auch in die Körper der Menschen – etwas muss getan werden!
Sümpfe, Bäche und Seen entlang von Straßen sind bereits negativ betroffen. Bei niedrigen Konzentrationen ist Chlorid „relativ unbedenklich", bei steigenden Konzentrationen jedoch giftig für Plankton und Fische. Die Entsalzung von Wasser ist kostspielig und extrem aufwendig.
Salzwasser
Studie: Bereits 1% asphaltierte Landfläche im Umkreis von 500m um einen See erhöht das Risiko einer langfristigen Versalzung des Sees erheblich.
Eine tickende Zeitbombe
- Bis 2050 werden Salzkonzentrationen in vielen Seen außerhalb gesunder Grenzen liegen
- Bayern allein: 326.000 Tonnen Streusalz pro Saison
- Kanada: 5 Millionen Tonnen pro Jahr
- Laut amerikanischer Studie: 1 Tonne Streusalz = €1.500 Korrosionsschäden
- Für Bayern: 326.000 × €1.500 = ca. €489 Millionen/Jahr allein in Bayern!
Ein Fenster in die Vergangenheit
Seesedimente dienen als natürliches Archiv der Geschichte. Seit den 1960er Jahren ist ein übermäßiger Streusalzeinsatz messbar. In den Sedimenten zeigen sich seither mehr salztolerante Zooplanktonarten als in der Zeit vor dem massiven Streusalzeinsatz.
Zur besseren Erklärung: Die Nahrungskette
Chlorid ist giftig für Zooplankton → Fische verlieren ihre Nahrungsgrundlage → Kettenreaktion bis zum Menschen. Die Auswirkungen des Streusalzes erstrecken sich durch die gesamte Nahrungskette.
Welche Städte haben die Problematik erkannt?
Pionier-Städte beim Einsatz umweltschonender Streumittel: Flensburg, Schwollen, Höxter, Hansestadt Attendorn, Kaufbeuren, Stadtilm, Urbar, Sonneberg, Osnabrück, Rostock, Thüringen, Stuttgart, Wuppertal, Ingelheim, Garmisch-Partenkirchen, Weißenburg, Buckenhof, Gießen, Vechta, Landsberg und viele weitere...
