Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass durch das Streuen von Salz jedes Jahr große ökologische und ökonomische Schäden entstehen. Doch es gibt eine Streusalzalternative!
Wussten Sie: Von jedem Gramm Salz, das durch die Wintermonate auf die Straßen und Gehwege fällt, geht kein Gramm in der Natur verloren. – Aber nicht nur das: Jahr für Jahr reichert sich das Salz im Boden an. Die Schäden in der Umwelt sind vielleicht nicht sofort sichtbar, sie mögen sich erst nach Jahrzehnten zeigen.
Kann man die Folgekosten durch Tausalz ausrechnen?
Was sich allerdings jedes Jahr deutlich abzeichnet, sind die finanziellen Kosten, die durch das Tausalz für die Gemeinden entstehen.
Wussten Sie: Durch das Auftausalz verlängert sich der Bremsweg von Kraftfahrzeugen, was zu erhöhten Unfällen führen kann. Obwohl die Straßen durch das Salz griffig sind, lagert sich auf den Bremsbelägen eine Salzkruste ab, welche die Reibung zwischen Bremsscheibe und Bremsbelag beeinflusst und damit auch die Bremswirkung verringert. Einige Experten sind sogar der Meinung, dass sich der Bremsweg verdoppeln kann.
Zu den Schäden an Fahrzeugen gesellen sich Schäden an Bäumen und Gebäuden wie Brücken und dem Beton von Tiefgaragen. Ist der Schnee weg, so muss mit der Neuanpflanzung, Reparaturen und Sanierungen begonnen werden.
Historischer Kontext
Bereits Scipio Aemilianus ließ nach der Eroberung Karthagos im Jahr 146 v. Chr. Salz auf die Felder streuen, um dem Boden die Fruchtbarkeit zu nehmen und ihn so unbesiedelbar für seine Widersacher zu machen.
Die Zahlen
Im Jahr 2005 wurden in Deutschland rund 3,5 Millionen Tonnen Streusalz benötigt, damals ein Rekordwert.
Dieser Wert wurde später übertroffen: Für 2010 erwartete die Salzindustrie einen Absatz von etwa vier Millionen Tonnen Auftausalz, und in einem der strengen Winter seit 2009 wurden bundesweit rund 4,5 Millionen Tonnen Salz gestreut. Laut Umweltbundesamt wurden in den letzten zehn Jahren im Mittel etwa 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr gestreut; in harten Wintern kann die Menge auf über vier Millionen Tonnen steigen.
Was das kostet, zeigt ein Beispiel: Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein zahlte im Winter 2025/26 für gut 39.800 Tonnen Salz rund 3,8 Millionen Euro Materialkosten, rechnerisch also etwa 95 Euro pro Tonne. Zu diesem Preis kämen 3,5 Millionen Tonnen Streusalz auf rund 330 Millionen Euro – nur für das Material.
Hinzu kommen die Folgekosten durch Schäden an Material und Umwelt. Die Bundesregierung bezifferte 1981 die streusalzbedingten Korrosionsverluste (im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen) auf bis zu 2,5 Milliarden DM pro Jahr; sie stützte sich dabei auf Schätzungen des Umweltbundesamts. Die Kosten für Ersatzpflanzungen abgestorbener Straßenbäume wurden auf mindestens 100 Mio. DM pro Jahr geschätzt. Laut Umweltbundesamt (Stand 2024) verursachen die Beseitigung oder Eindämmung der Schäden durch Streusalz jährlich hohe Kosten; eine aktuelle Gesamtsumme nennt es nicht. Umweltschäden lassen sich ohnehin nicht in Geld aufwiegen.
Die Verantwortlichen, die sich entscheiden, das schädliche Streusalz zu verwenden, um die Kosten für Gemeinden und Städte gering zu halten, verursachen letztendlich ein finanzielles und ökologisches Desaster!
Was ist die Alternative zu Streusalz?
Natriumformiat und Kaliumformiat – die Natrium- bzw. Kaliumsalze der Ameisensäure – sind Alternativen zu Streusalz, die kein Natriumchlorid enthalten.
Kostenvergleich (Materialpreise zzgl. MwSt., Stand 06.10.2026):
- Streusalz im Baumarkt (25- bis 50-kg-Sack): ca. 0,18–0,27 €/kg (HORNBACH, OBI; inkl. MwSt. 0,22–0,32 €/kg); im Online-Versandhandel laut CHECK24-Preisvergleich ca. 0,47–1,08 €/kg (inkl. MwSt. 0,56–1,28 €/kg)
- Straßensalz im öffentlichen Winterdienst, Beispiel Schleswig-Holstein: rechnerisch knapp 0,10 €/kg (LBV.SH, Winter 2025/26: ca. 3,8 Mio. € Materialkosten für gut 39.800 t ausgebrachtes Salz; ob mit oder ohne MwSt., gibt der LBV.SH nicht an)
- VIAFORM Granular (Natriumformiat): 3,20 €/kg (25-kg-Sack, 79,90 €)
- VIAFORM Liquid (Kaliumformiat): 4,41 €/l (25-l-Kanister, 110,33 €) bzw. 4,10 €/l (1.000-l-IBC, 4.100 €)
Die Händlerpreise für Streusalz sind inklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen und hier zur Vergleichbarkeit auf netto umgerechnet (geteilt durch 1,19); die VIAFORM-Listenpreise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer.
Der Einkaufspreis ist allerdings nur ein Teil der Rechnung: Bei Streusalz kommen die oben beschriebenen Folgekosten hinzu, und auch bei anderen Streumitteln sollten mögliche Folgekosten berücksichtigt werden. Für VIAFORM Granular und VIAFORM Liquid sind konkrete Eigenschaften belegt: Beide Produkte enthalten kein Natriumchlorid und tragen das Nordic Swan Ecolabel (Lizenz 5063 0001), dessen Kriterien für Enteisungsmittel u. a. leichte biologische Abbaubarkeit, Anforderungen an die Ökotoxizität und eine Korrosionsprüfung auf Aluminium und Kohlenstoffstahl vorsehen. Die Materialverträglichkeit hat der Hersteller nach SAE AMS 1435B und 1431C getestet. Von den freigegebenen Oberflächen ausgenommen ist verzinkter Stahl – direkten Kontakt vermeiden; Fluor-Karbon-Kautschuk ist laut Hersteller nicht kompatibel.
Von einem ökologischen Standpunkt aus ist es nicht weiter vertretbar, jeden Frühling noch mehr Auftausalz in die Umwelt abrinnen zu lassen. Salz, das einmal in die Erde eingesickert ist, kann nie mehr wieder entfernt werden.
Laut Nordic Ecolabelling enthalten die nach seinen Kriterien zertifizierten Enteisungsmittel – dazu gehören VIAFORM Granular und VIAFORM Liquid (Nordic Swan Ecolabel, Lizenz 5063 0001) – kein Natriumchlorid, was die bessere Wahl für Bäume und Pflanzen sei.
Quellen
- Statista: Streusalz-Verbrauch im Winterdienst auf deutschen Straßen bis 2010 (rund 3,5 Mio. t Streusalz im Jahr 2005)
- Volksstimme (dapd): Bergleute brechen Salz in mehr als 500 Meter Tiefe (02.12.2010: erwarteter Absatz 2010 etwa 4 Mio. t Auftausalz, Rekordjahr 2005 mit mehr als 3,4 Mio. t)
- PIARC, H. Hanke (2014): Management of Extreme Winter Events in Germany (rund 4,5 Mio. t Salz in einem Winter seit 2009)
- Umweltbundesamt: Streumittel – umweltschonend gegen Glätte ohne Salz (Stand 28.11.2024: im Mittel etwa 1,5 Mio. t pro Jahr, in harten Wintern über 4 Mio. t; jährlich hohe Kosten für Beseitigung oder Eindämmung der Schäden)
- Deutscher Bundestag: Drucksache 9/648 – Antwort der Bundesregierung zu Umweltschäden durch Streusalz (10.07.1981: Korrosionsverluste bis zu 2,5 Mrd. DM pro Jahr, Ersatzpflanzungen mindestens 100 Mio. DM pro Jahr)
- HORNBACH: Streugut & Streugutbehälter (Streusalz im 25- und 50-kg-Sack 0,22–0,32 €/kg inkl. MwSt., Stand 06.10.2026)
- OBI: Streusalz im Sack 50 kg und Auftausalz 25 kg (0,24 bzw. 0,30 €/kg inkl. MwSt., Stand 06.10.2026)
- CHECK24: Streusalz-Preisvergleich (25- bis 50-kg-Säcke 0,56–1,28 €/kg inkl. MwSt., Stand 06.10.2026)
- Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH): Winterdienst-Bilanz 2025/2026 (gut 39.800 t Salz, Materialkosten etwa 3,8 Mio. €)
- streusalzalternative.de: Listenpreise VIAFORM Granular und VIAFORM Liquid (zzgl. MwSt., Stand 06.10.2026)
- Nordic Swan Ecolabel: Produkteinträge VIAFORM Granular und VIAFORM Liquid (Lizenz 5063 0001) sowie Kriterien Nordic Ecolabelling for De-icers (063)
- ADDCON: VIAFORM-Broschüre (Materialverträglichkeit nach SAE AMS 1435B/1431C, Ausnahmen verzinkter Stahl und Fluor-Karbon-Kautschuk)



